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Historie

Blicken Sie mit uns zurück auf die vergangenen 115 Jahre – und hinter die Kulissen des E-Werkes als moderner, regionaler Dienstleister.

Ein kurzer Rückblick

Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates von Kindberg für die Errichtung eines Elektrizitätswerkes erfolgte im Frühjahr 1904. Zu diesem Zweck wurde das stillstehende Sensenwerk Wittgenstein, das bereits eine Wasserkraftanlage mit Wasserrechtskonzession an der Mürz besaß, gekauft und im selben Jahr mit dem Bau des Wasserkraftwerkes begonnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgten bereits im Jahr 1905. Ursprünglich war nur die Beleuchtung des Marktes Kindberg sowie der Nachbargemeinden Wartberg und Mitterdorf angedacht. Jedoch mit der steigenden Bedeutung der elektrischen Energie wurde schnell klar, dass die Stromversorgung der Bevölkerung wichtigstes Ziel war und bis heute ist. In der Folge wurden das Versorgungsgebiet sowie die technischen Anlagen ständig erweitert, sodass schließlich 6 (vor der Gemeindezusammenlegung 9) Gemeinden im mittleren Mürztal mit Strom versorgt werden konnten. Die rasche und unaufhaltsame Entwicklung der Elektrifizierung wurde allerdings durch 2 Weltkriege und die schwierigen Jahre dazwischen und danach eingebremst. Heute stehen 175 km Hochspannungs-, 587 km Niederspannungsleitungen sowie 240 Umspannstationen zur sicheren und möglichst unterbrechungsfreien Stromversorgung von Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Haushalten zur Verfügung.

Aktuell sind 55 MitarbeiterInnen davon (5 Lehrlinge) in den Geschäftsfeldern Energieerzeugung, Energiehandel, Energieverteilung und Elektrotechnik beschäftigt. Sie bilden das Rückgrat für ein modernes, in der Region fest verankertes kommunales Dienstleistungsunternehmen der Versorgungswirtschaft. 

Heute

Strom ist für uns so alltäglich und selbstverständlich geworden. Denn:  Strom kommt aus der Steckdose!! Dabei wird gar nicht wahrgenommen, welcher Aufwand – von der Erzeugung bis zur Verteilung – notwendig ist, damit Strom immer da ist, wenn wir ihn brauchen.

Wir möchten daher aufzeigen, wo Strom produziert wird und welche Stationen er auf dem Weg bis zur Steckdose durchläuft, damit zu Hause 230 Volt in der Steckdose ankommen.

Am Standort Roßdorfplatz 1 steht das Verwaltungs-/Betriebsgebäude des E-Werkes. (Bild Gebäude)

Hier wird vor allem geplant und organisiert und hier werden aber auch Kunden bei Fragen rund um die Themen Energieversorgung und Elektrotechnik beraten. Im Betriebsgebäude befindet sich auch die Netzleitwarte. In dieser Schaltzentrale laufen die Informationen des gesamten Stromnetzes und der Erzeugungsanlagen zusammen. (Bild Schaltwarte) An dieser zentralen Stelle werden eventuelle Störungen im Verteilernetz sofort angezeigt und sind damit lokalisierbar. Dadurch können umgehend alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden, um Störungen rasch zu beheben – 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr.

Erzeugungsanlagen

Ein Teil der zur Stromversorgung benötigten Energie wird in unserem Wasserkraftwerk sowie der Wasserschnecke an der Mürz erzeugt. Ein größerer Anteil wird von den beiden Photovoltaikanlagen am Herzogberg erzeugt. Insgesamt werden in diesen Kraftwerken rd 3,800.000 kWh erzeugt und ins Versorgungsnetz eingespeist.

Zudem wird noch die Energie von weiteren Kraftwerken aus der Region (Wasser, Wind, Photovoltaik) ins Versorgungsnetz des E-Werkes übernommen. Insgesamt werden in diesen Kraftwerksanlagen rd. 29,000.000 kWh an erneuerbarer Energie erzeugt und ins Versorgungsnetz eingespeist.

Der Einsatz sowie die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern für nachhaltige und klimaschonende Stromversorgung ist unser vorrangiges Ziel. Daher wird auch weiterhin sehr stark in diese Richtung investiert und es sind schon einige Projekte in konkreter Planung.

Umspannwerke und Umspannstationen

Vorausgeschickt gilt: Strom ist in größeren Mengen nicht bzw. nur mit Verlusten, die bei der Umwandlung der Energieformen entstehen, speicherbar. Elektrische Energie muss daher immer in dem Moment erzeugt werden, in dem sie gebraucht wird.

Im Prinzip muss also zu jeder Zeit des Tages genau jene Menge an Strom, die gerade verbraucht wird, auch erzeugt werden. Damit das sicher und nahezu unterbrechungsfrei funktioniert, sind Verteilernetze miteinander verbunden, sodass der Stromtransport zwischen Erzeugern und Verbrauchern über Stromleitungen stattfinden kann. Bilder UW/UST

Damit der Strom verbrauchsgerecht aus der Steckdose kommen kann, durchläuft er mehrere Spannungsebenen- von der Höchstspannung bis zur Niederspannung. Zu diesem Zweck sind Umspannwerke bzw. Umspannungsanlagen (Transformatoren) notwendig.  Das E-Werk Kindberg betreibt daher 2 Umspannwerke, rd 240 Umspannstationen, 175 km Hochspannungs- , 587 km Niederspannungsleitungen damit dieser Stromtransport auch gewährleistet werden kann.  Eine

möglichst unterbrechungsfreie Stromversorgung für Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Haushalte 24 Stunden pro Tag an 365 Tagen im Jahr kann damit sichergestellt werden.

Der von Kunden benötigte Strom wird seit der vollständigen Öffnung der Strommärkte im Jahr 2001 über den Stromhandelsbereich im E-Werk Kindberg bereitgestellt. Stromlieferung an unsere Kunden rund um die Uhr zu fairen Preisen – dieser Auftrag hat für das E-Werk der Stadtgemeinde Kindberg oberste Priorität. Daher steht die laufende Optimierung des Stromeinkaufs, aber auch die Beratung unsere Kunden im Vordergrund. Um die Stromlieferung für unsere Kunden bzgl. Menge und Preis sicherzustellen, werden Lieferkontrakte bereits über mehrere Perioden im Vorhinein vereinbart. Denn der Strom wird nicht heute für morgen eingekauft, sondern erfordert umsichtige Planung und Beobachtung der Preisentwicklung auf den Strommärkten. Damit der Strom zum vereinbarten Preis und der geforderten Menge zeitgerecht zur Verfügung steht.

Ein sehr wichtiges Element in der Firmenphilosophie stellt unser Engagement in erneuerbare Energien dar. War es in der Vergangenheit hauptsächlich die Nutzung der Wasserkraft, so ist durch die Errichtung der beiden Photovoltaik-Großanlagen am Herzogberg sowie der Dachanlage am Betriebsgebäude auch die Nutzung der Sonnenenergie hinzugekommen. Durch die Beteiligung am Windpark Stanglalm wird dieses Engagement auch auf Windkraftanlagen erweitert. Wir können unseren Kunden daher ein breites Angebot an Dienstleistungen auf dem Sektor erneuerbare Energien anbieten und dabei auf jahrelange Erfahrungen zurückblicken. Zudem engagiert sich das Unternehmen in Sachen Elektromobilität und hinsichtlich neuer Speichertechnologien.

Ein Ausblick in die Zukunft

Wenn Diskussionen zum Thema Energieversorgung von Morgen stattfinden, fallen unweigerlich Begriffe wie Smart Grids, Smart Meter, dezentrale Stromerzeugung, Digitalisierung der Netzführung, E-Mobilität, Klimastrategie – bis 2030 soll Strom zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Um diese Zielsetzungen erreichen zu können, müssen aber auch Grundlagen geschaffen und die Verteilernetze dafür aufbereitet werden. Aus diesem Grund werden jährlich rund € 600.000 in die Modernisierung, Digitalisierung und Schutztechnik der Leitsysteme investiert. Darüber hinaus ist die vermehrte Nutzung erneuerbarer Energiequellen zur Stromerzeugung eines der wichtigsten Ziele für die nächsten Jahre. Um diese Herausforderungen auch meistern zu können, braucht es gut geschulte und motivierte MitarbeiterInnen – und dieses Team mit aktuell 55 MitarbeiterInnen steht bereit, um auch in Zukunft eine sichere, störungsfreie und nachhaltige Stromversorgung in der Region zu gewährleisten. Bild gesamte Belegschaft.

115 Jahre E-Werk der Stadtgemeinde Kindberg beziehen sich hauptsächlich auf den Bereich Energieerzeugung, Energieverteilung und Energiehandel. Durch die rasche Entwicklung der Elektrifizierung war es aber auch notwendig, unseren Kunden zusätzlich zur Stromversorgung weitere Dienstleistungen und Produkte anzubieten. Daraus hat sich der Elektroinstallationsbetrieb entwickelt, der seit bald 100 Jahren für unsere Kunden im Bereich der Elektrotechnik seine Dienstleistungen bereitstellt. Von der einfachen Hausinstallation über PV-Anlagen bis hin zur smart-home Lösung können Kundenanforderungen geplant und umgesetzt werden. In diesem Geschäftsfeld werden aber auch seit Jahrzehnten Lehrlinge ausgebildet und jungen Menschen damit Perspektiven und Chancen für das künftige Berufsleben eröffnet.

Seit mehr als 80 Jahren betreibt das E-Werk Kindberg auch einen Elektrofachhandel und hat damit das Angebot für Kunden zusätzlich zum klassischen Elektromaterial auch auf Küchengeräte, Beleuchtung sowie Waren aus der Unterhaltungselektronik erweitert.

Als regionaler Energiedienstleister sind wir nach 115 Jahren aber auch weiterhin für unsere Kunden da. Mit dem technischen Fortschritt entwickeln sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Bedürfnisse der Kunden weiter. Unser Ziel ist es daher, Herausforderungen im Wandel der Zeit anzunehmen und für unsere Kunden mit zeitgemäßen Lösungen und Dienstleistungen Ansprechpartner vor Ort zu bleiben.

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